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Schottlands wilde Heilpflanzen

Schottland und seine Heilpflanzen
Schottland Heilpflanzen

Wer sich oft und gerne in der Natur herumtreibt, und ein waches Auge mitbringt, kann weitaus mehr entdecken, als „nur“ Highlands, Lochs, Brochs oder Law`s.

 

Schottland war schon immer ein raues Land, und entsprechend seine Heilkräuter.

Gegen oder für Magie, Hexen oder Elfen, eng an die Tradition gebunden, halfen bestimmte Pflanzen gegen allerlei Dies - oder Jenseits „Probleme“ der sich zeigenden oder eben unsichtbaren Welt.

 

Wie man sich eine schottische Hexe vom Leib hält, werd ich noch einmal extra ausführlich schreiben, in diesem kleinen Rapport soll es lediglich um heilende traditionelle Kräuter gehen.

Es sind bei weitem nicht alle, ich habe selbst auch grade erst damit angefangen, weil ich es so spannend finde, was „magic – medicine“ so alles kann.

 

Immerhin wäre es ja möglich das man mal mit einem Magengeschwür oder einer klaffenden Wunde irgendwo in den Highlands zusammenbricht. ;)

 

Oder mit den gefürchteten „midges“ zu kämpfen hat und was man als Windel nehmen kann, wenn alle anderen voll sind. - die Windeln natürlich, man kann aus einigen Pflanzen auch brauen, aber das heilt ja mehr sekundär, also findet es hier jetzt noch keine Beachtung.


Hier, eine kleine Notfall - Überlebensanleitung:

 

 

 

Das Heidekraut (erica cinera)

 

Kennt jeder und gibt es auch in Deutschland. Struppig und wild wächst es beinahe überall in Schottland. Es ist ein besonders gutes Antiseptikum und Harn treibend, hierfür wird ein Sud aus den Trieben hergestellt, der eingenommen wird. So soll es auch gegen Husten, Erkältungen und Blasen / Nierenerkrankungen helfen.

Eingeweicht und als Paste aufgetragen hilft es gegen Rheumatismus, Gicht und Arthritis.

Als tonisches Nervin gegen Depression und Diuretikum für Wassersucht, fand es Verwendung und wurde 1996 als solches auch anerkannt.

 

Der Gagelstrauch (myrica gale)

 

Die Blätter werden als Tee verwendet, der gegen Fieber eingesetzt wurde.

Weiter wurde er gegen Geschwüre benutzt und soll gegen Würmer hilfreich sein. Prost!

 

Blutwurz (potentilla erecta)

 

Die Wurzel in Milch gekocht ist gegen Durchfall.

Äußerlich stoppt die Pflanze Blutfluss durch Schnitte und Wunden.

 

Gemeiner Efeu (Hedera helix)

 

Zu einer Salbe verarbeitet hilft er bei Verbrennungen, half bei gereizten Augen (als Augenbad) und wurde innerlich für Verdauungsstörungen, Husten, Kopfschmerzen, Halsweh, Gicht, Ischias, Blutergüsse usw verwendet.

 

Klette ( arcticum lappa / minus)

 

Eignet sich zum Wunden reinigen und half bei arthritischen Problemen. Man trocknet die Wurzel und brüht dann einen Tee draus.

Wurzel und Blätter können als Gemüse verwendet werden.

 

 

Acker Witwenblume (Knautia arvensis)

 

Äusserlich zum Reinigen für Wunden, Geschwüre oder Schuppen,(ein Extrakt aus den Blättern, welches Aufgetragen wird) innerlich gegen Fieber, Husten oder sonstige Lungenprobleme.

Gewöhnlicher Teufelsabbiss (succusa pratensis), der auch zu der Familie der wilden Ackerblume gehört, fand u.A. als Blutreiniger Verwendung.

 

Sonnentau (Drosera)

 

Super bei Warzen oder Hühneraugen, dazu einfach die Milch aus den Stängeln quetschen.

 

Echtes Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)

 

Blutreinigend; Nieren – Tonikum, nützlich für Wunden, Blähungen, Magenverstimmungen, Gelbsucht, Rheume und vieles mehr.

Ein Tee aus den getrockneten Teilen der oberhalb wachsenden Pflanze wird hergestellt.

 

Ruprechtskraut (geranium robertianum)

 

Ursprünglich als Infusion zu der Behandlung gegen Krebs, Wunden und Hautkrankheiten verwendet.

Alle Pflanzenteile können verwendet werden, gut für Blutungen der Verdauungsorgane sowie die weiblichen Organe. Auch wenn euch mal die Gedärme zu Füssen fallen, nehmt das Ruprechtskraut, es hilft dem abdominalen Inhalt.

Blätter für die Wunden zerreiben und auflegen, es stinkt so sehr, es soll auch Mücken fernhalten.

 

Gundermann (Glechoma hederacea)

 

Traditionell wurde es als allgemeines Stärkungsmittel verwendet.

Schnupftaback wurde daraus hergestellt und Kopfschmerzen zu lindern, sonst hilft er bei Nierenerkrankungen, Verbrauch, Husten, Verdauungsstörungen, Schlangenbissen und Prellungen

 

Gagelstrauch (Myrica gale)

 

Hier die Antwort auf die Frage was man gegen schottische Midges machen soll.

Der Gagelstrauch vertreibt sie. Und auch sonst alles an Getier was man nicht haben möchte, wie Läuse oder Zecken oder Fliegen.

Gegen die Mücken wäscht man sich mit dem Gagelstrauch (ich nehme an man braut eine Art Tee oder Sud daraus)

Wenn man ihn innerlich anwendet, treibt er die Würmer aus dem Darm.

 

 

Torfmoos (Sphagnales)

 

Wunderbarer Ersatz, wenn man grad keine Kompresse zur Hand hat. Und auch als Windelersatz, für Babys.

 

Sea pink (Armeria maritima)

 

Wohnt an den Stränden und Küsten. Gut gegen Tuberkulose und hat eine antibiotische Eigenschaft.

 

Wilder Thymian (Thymus)

 

Das Aphrodisiakum.- Falls eure Liebsten keine Lust zu kuscheln haben, braut ihnen daraus einen Tee :)

Oder ihr macht daraus eine Paste, in dem ihr den Thymian zerhackt, und mit etwas Salz und Wasser mischt, dann könnt ihr das auf entzündete Wunden klatschen.

 

Weitere Verwendung wäre als Insektenschutzmittel (wieder die Midges) indem ihr die Blätter auf der Haut zerreibt.

 

Rotklee (Trifolium pratense)

 

Kocht sie ab und reinigt damit Wunden, eignet sich auch sehr gut als Hustenmittel.

 

Hundsveilchen (Viola canina)

 

Die Heilblume gegen Furunkel, in Irland zumindest.

 

Vergissmeinnicht (Myosotis)

 

Sehr gut gegen Keuchhusten und Bronchitis, auch Augeninfektionen. - wird als Aufguss oder Tee zubereitet.

Das war der erste Teil meiner kleinen Heilpflanzensammlung. Es gibt so viel Pflanzen, Rinden und Geflechte, die man nutzen kann, und die gesundheitsfördernde Eigenschaften haben.

 

 

 

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