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Ich hab ne Krise

Quelle
Kriesen erschaffen Veränderung

Umwege erhöhen die Ortskenntnis

15000 b.C. 

Eine Gruppe von Homo Sapiens, Eiszeitmenschen, lag herum und freute sich des Lebens. Sie hatten erfolgreich gejagt, ihre Bäuche waren voll, die Temperatur angenehm (zumindest für deren Verhältnisse), sie waren rundum glücklich und zufrieden. Das gerade das letzte Mammut in ihre Höhe kackte, störte sie nicht. Als der Wind aufkam und einen Baum vor den Eingang zu einer benachbarten Höhle warf, - auch nicht. Ja es störte sie nicht einmal, als ein Raubtier den Bruder fraß. Rülpsend und furzend waren alle rundum glücklich. 

Das ungefähr wäre so ziemlich unser Ende gewesen und die Gattung Homo sapiens schlichtweg aus Zufriedenheit ausgestorben.  Wäre sie jemals überhaupt soweit gekommen, heißt das. Irgendwo muss es irgendwann einen gegeben haben, der zutiefst unzufrieden war. Er / Sie hasste es, wenn irgendwer in die Höhle kackte oder in eine Ecke pisste (ich vermute, es handelte sich um ein Weibchen). Irgendwer fand es irgendwann mal entschieden zu kalt und lernte, dass Feuer zu beherrschen - und irgendwann erfand auch so Jemand die Feuerwehr. Bevor es soweit war, erschlugen sie sich wegen irgendwas sicher gegenseitig und töteten alles gefährliche um sich herum.

Veränderungen fanden und finden statt, wenn irgendjemand die Schnauze gestrichen voll hat

(zum Glück ist das hier mein eigener Blog und ich kann schreiben, wie ich will). 

 

Schon mal so richtig scheiße drauf gewesen? So scheiße, dass man denkt: "jetzt reicht's!" Dann hat man genau drei Möglichkeiten:

  1. Man bleibt in dieser Verfassung und wird zu einem Motzkoffer der (um bei unseren Vorfahren zu bleiben) lieber frierend vor der Höhle sitzt, weil er kein Bock hat die Scheiße wegzumachen bzw. den, der dort immer hinscheißt, auf den nächsten Berg zu jagen. 
  2. Man räumt den Scheiß weg, immer und immer wieder mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen - und wird zum Scheiße - Wegmacher der Anderen. Das tut man dann so lange, bis man komplett beschissen wird, sich in eine Ecke setzt, seine Arme um die Knie schlingt und sich selbst schaukelnd das ganze Hemd voll weint, begründet durch die gefühlte Wahrheit Nummer 3: die ganze Welt ist ungerecht.
  3. Man erfindet eine Tür. 

Darum sind Kriesen super

Krisen sind also nicht nur sinnvoll, sondern auch Überlebenswichtig. Egal ob man wütend ist oder resigniert.

 

In der Krise liegt der Zauber des Anfangs

 

Es geht darum, sich der Ursache des Problems anzunehmen und diese umzulenken, zu verhindern - oder damit zu arbeiten. Das erfordert einen ruhigen Geist, Jähzorn lässt einen bloß Fehler machen die nicht selten irgendwas schlimmer machen und die Ursache nur noch verstärken. 

 

"Energie folgt Aufmerksamkeit", sagte Charles Haanel. Er sagt damit: da, wo du deine Aufmerksamkeit hinlenkst, fließt automatisch (Gedanken-) Energie. Darum ist es wichtig, die Energie immer auf die Lösung, nicht auf das Problem zu lenken!

Lenken bedeutet führen, also muss man erstmal wissen, wie man seinen Geist / Denken / Energie auch wirklich lenken / führen kann. Das schafft man mit Selbstdisziplin, aber das ist ein anderes Thema. 

 

Die Krise ist also, egal ob es sich um eine Krankheit oder eine Insolvenz oder eine Kündigung handelt, stets immer die Chance auf eine Veränderung. Wie diese aussieht, darauf haben wir großen Einfluss. Darum finde ich Krisen super. Weil man dann die Kraft tatsächlich gebündelt auf die Lösung richten kann. - eine Lösung, die am Ende dazu beiträgt, Türen zu erfinden, zu öffnen oder auch - zu schließen.