Jahrgang 1983, liebte ich, wie sollte es klischeehaft sonst auch anders sein: Lesen. Bücher. Schrift auf Papier. Der Geruch von verstaubten Bibliotheken. Der sagenumwobene Moder der Zeit. Die Stille. Selbstverständlich hatte ich bereits in der Schulzeit schon so etwas wie eine eigene Bibliothek, die in meiner Fantasie, im Nachhinein betrachtet, doch wesentlich größer ausfiel, als sie tatsächlich war.

 

Ich hatte einer dieser alten Schreibtische, aus Holz, wo man den Deckel hochheben konnte und Zeug rein tun, mit so einem integrierten Tintenfass. Mein Heiligtum! - aus dem ich dann irgendwann raus wuchs.

Eine Weile war die Osnabrücker Stadtbibliothek mein zweites Kinderzimmer bis ich eines Tages Geld verdiente und mir selbst Bücher kaufen konnte.

 

Geschrieben hatte ich bis dato nur Diktate in denen ich jämmerlich versagte und Deutschtests die sich in grausamster Weise in nichts nach standen.

 

Ich schrieb dann doch lieber Briefe, mit Leuten aus ganz Deutschland, die verteilten immerhin keine Noten. Auch kleine Geschichten und  manchmal entwickelten sich daraus ganze Abhandlungen über viele Briefe hinweg.

 

Die Schulzeit war irgendwann wider erwarten vorbei und ich genervt von all dem Geschreibsel und Papier und benote und abgehefte und verbrannte all das Zeug in der Feuertonne um mich ganz praktischen Dingen zuzuwenden.

 

Ich habe mir beruflich nie etwas verboten, auch nicht, sehr viele Erfahrungen machen zu können. Ein Alptraum, 50 Jahre lang in ein und dieselbe Firma zu rennen. Das brachte mir zwar wenig wirtschaftlichen Erfolg, dafür aber sehr viel Erfahrung. Ich durfte mir dadurch viel von der Welt ansehen und sehr viel Wissen aneignen.

 

Das Lesen fing ich irgendwann wieder an und irgendwann auch das Schreiben, das richtige Schreiben, das für andere Menschen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (mein Gehirn hat nahtlos erst mal emotional an der Schulzeit angeknüpft, pfuipfui) und einigen – meist mir selbst auferlegten - Hürden später, wurde ich zum Ich. Zum ich-ich. Und dieses ich-ich führt mich in ganz andere Welten, die sich selbst jeden Tag noch neu erschaffen.

 

Heute schreibe ich viele Ratgeber, Artikel, bin als Ghostwriter unterwegs um E-Books zu schreiben. Schreibe mein eigenes Zeug. Ich schreibe auch wieder Geschichten und ich helfe anderen, ihre eigene zu schreiben.

Mehr dazu, siehe unter der Rubrik Feder.

Die Schriftstellerei ist eine Berufung die ohne die Liebe zur Magie der Worte ganz einfach nicht funktioniert.

                                                                                                 Maren

 

 

Hier eine kleine Auswahl von Artikeln:

 

 

Kelpies                      Ratgeber                      Buch                        Spuk und Magie